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Sammlung Robert Koch |
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Seit Mai 1996 wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
die Erschließung des Nachlasses von Robert Koch gefördert. Beteiligte Einrichtungen
sind das Institut für Mikrobiologie und Hygiene, das Robert-Koch-Institut
und das Institut für Geschichte der Medizin der Freien Universität Berlin.
Zunächst wurde das Hauptaugenmerk auf den schriftlichen Nachlaß Kochs gelegt,
dann vor allem Bildmaterialien unterschiedlicher Art erschlossen, denn der
Nachlaß umfaßt auch mikroskopische Präparate und Fotografien aus der Tätigkeit
und dem Leben Robert Kochs, der die Fotografie als Mittel zur Visualisierung
der Präparate nutzte und in den Naturwissenschaften etablierte. |
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Die Erschließung der schriftlichen Bestände wurde 1998 fortgesetzt
und wird seit Ende 1998 korrigiert, indem fehlende Daten ergänzt und Terminologien,
soweit möglich, vereinheitlicht werden, um nach Abschluß des Projekts virtuelle
Recherchen im digitalen Repertorium zu ermöglichen. Dieses wird einen Überblick
über den Gesamtbestand des Nachlasses bieten, der zum Teil im Institut für
Mikrobiologie und Hygiene, zum Teil im Robert-Koch-Institut verwahrt wird.
Daten zu Korrespondenzpartnern und Manuskripten Robert Kochs ermöglichen
nach Abschluß des Projekts einen gezielten Zugriff auf einzelne Dokumente.
Dieses Repertorium wurde um die Eingaben zu Bildinformationen ergänzt, wobei
einzelne Bilder nach Projektende direkt aufrufbar sein werden. Die Digitalisierung
dient dem Schutz der Originale und ermöglicht zugleich eine optimale Nutzung
historischer Bestände. |
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Für die Erschließung der Bildmaterialien war 1998 die Erweiterung
der technischen Kapazitäten erforderlich. In Kooperation mit der FG 16 des
Robert-Koch-Instituts wurde ein Arbeitsbereich für bildgebende Verfahren
in der Lichtmikroskopie eingerichtet. Hierzu war es in Kooperation mit Carl
Zeiss Jena, Bereich Mikroskopie, möglich, die erforderliche Ausstattung
bereitzustellen, die jetzt im Rahmen des Projekts zur Digitalisierung der
historischen Präparate und auch der fotografischen Bestände genutzt wird.
Da der Einsatz bildgebender Verfahren für historische Fotografien und mikroskopische
Präparate eine Dokumentationsform ermöglicht, für die es bislang keine Richtlinien
gibt, waren projektintern Richtlinien festzulegen, die für vergleichbare
Vorhaben nachnutzbar sind. Diese berücksichtigen auch Zugriffsmöglichkeiten
potentieller Nutzer und schaffen die Voraussetzungen für vergleichende (historisch-aktuell)
und kooperative Forschungen, ebenso die Einbeziehung historischer Bilddaten
in multimediale Präsentationen. |
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