Sammlung Robert Koch
Foto: Thomas Räse Seit Mai 1996 wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Erschließung des Nachlasses von Robert Koch gefördert. Beteiligte Einrichtungen sind das Institut für Mikrobiologie und Hygiene, das Robert-Koch-Institut und das Institut für Geschichte der Medizin der Freien Universität Berlin. Zunächst wurde das Hauptaugenmerk auf den schriftlichen Nachlaß Kochs gelegt, dann vor allem Bildmaterialien unterschiedlicher Art erschlossen, denn der Nachlaß umfaßt auch mikroskopische Präparate und Fotografien aus der Tätigkeit und dem Leben Robert Kochs, der die Fotografie als Mittel zur Visualisierung der Präparate nutzte und in den Naturwissenschaften etablierte.
Foto: Thomas Räse Die Erschließung der schriftlichen Bestände wurde 1998 fortgesetzt und wird seit Ende 1998 korrigiert, indem fehlende Daten ergänzt und Terminologien, soweit möglich, vereinheitlicht werden, um nach Abschluß des Projekts virtuelle Recherchen im digitalen Repertorium zu ermöglichen. Dieses wird einen Überblick über den Gesamtbestand des Nachlasses bieten, der zum Teil im Institut für Mikrobiologie und Hygiene, zum Teil im Robert-Koch-Institut verwahrt wird. Daten zu Korrespondenzpartnern und Manuskripten Robert Kochs ermöglichen nach Abschluß des Projekts einen gezielten Zugriff auf einzelne Dokumente. Dieses Repertorium wurde um die Eingaben zu Bildinformationen ergänzt, wobei einzelne Bilder nach Projektende direkt aufrufbar sein werden. Die Digitalisierung dient dem Schutz der Originale und ermöglicht zugleich eine optimale Nutzung historischer Bestände.
Foto: Thomas Räse Für die Erschließung der Bildmaterialien war 1998 die Erweiterung der technischen Kapazitäten erforderlich. In Kooperation mit der FG 16 des Robert-Koch-Instituts wurde ein Arbeitsbereich für bildgebende Verfahren in der Lichtmikroskopie eingerichtet. Hierzu war es in Kooperation mit Carl Zeiss Jena, Bereich Mikroskopie, möglich, die erforderliche Ausstattung bereitzustellen, die jetzt im Rahmen des Projekts zur Digitalisierung der historischen Präparate und auch der fotografischen Bestände genutzt wird. Da der Einsatz bildgebender Verfahren für historische Fotografien und mikroskopische Präparate eine Dokumentationsform ermöglicht, für die es bislang keine Richtlinien gibt, waren projektintern Richtlinien festzulegen, die für vergleichbare Vorhaben nachnutzbar sind. Diese berücksichtigen auch Zugriffsmöglichkeiten potentieller Nutzer und schaffen die Voraussetzungen für vergleichende (historisch-aktuell) und kooperative Forschungen, ebenso die Einbeziehung historischer Bilddaten in multimediale Präsentationen.

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