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■ Das Hörzentrum der Charité |
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Hörscreening bei Neugeborenen
Seit langem gilt die Etablierung des Hörscreenings bei allen Neugeborenen als dringend erforderlich. Bisher ist ein Screening auf Hörstörung nicht in das Vorsorgeprogramm der Neugeborenen eingeschlossen. Kinderärzte und Fachärzte für Phoniatrie und Pädaudiologie (Stimm- und Sprachstörungen sowie Hörstörungen bei Kindern) befürworten die Aufnahme in das Vorsorgeprogramm der Neugeborenen nachdrücklich. |
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Gegenwärtige Situation in der Früherkennung
kindlicher Hörstörungen
Angeborene Hörstörungen sind nicht selten. Ca. jedes tausendste Kind wird mit einer dauerhaften beidseitigen Hörstörung geboren. Dies hat bedeutende Auswirkungen auf die soziale und emotionale Entwicklung. Je später eine Hörstörung erkannt wird, desto geringer ist die Sprachentwicklung. Deshalb werden solche Screenings (Suchtests) angeboten, um angeborene Hörstörungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Wird eine Hörstörung noch im ersten Lebenshalbjahr entdeckt und behandelt, so können sich Spracherwerb und Sprachverständnis weitgehend normal entwickeln. In Deutschland werden Hörstörungen durchschnittlich erst mit 2 bis 6 Jahren (!) und damit viel zu spät entdeckt (nach Daten des Deutschen Zentralregisters für kindliche Hörstörungen). |
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Wie läuft die Untersuchung ab?
Gemessen werden die sog. otoakustischen Emissionen (OAE's). Bei dieser Untersuchung kann innerhalb weniger Minuten völlig schmerzfrei die Haarzellfunktion des Innenohres überprüft werden. Dieser Test ist schnell vorgenommen, kann aber von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung Ihres Babys sein. |
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Was ist, wenn das Testergebnis auffällig
oder noch nicht eindeutig war?
Sollte nach der ersten Untersuchung das Ergebnis auffällig oder noch nicht eindeutig sein, kann dies verschiedene Gründe haben wie z.B. Flüssigkeit im Außen- oder Mittelohr, Unreife des Hörorgans aber auch eine Hörstörung. In diesem Fall raten wir dringend zu einer Kontrolluntersuchung innerhalb von 2-4 Wochen. Eine Liste mit Ärzten, die eine solche Untersuchung in Berlin vornehmen, kann bei den Mitarbeitern des Berliner Arbeitskreises für Hörscreening bei Neugeborenen (BAHN) angefordert werden. |
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