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Die HIV-Kindertagesklinik ist Teil der für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie der Charité, Campus Virchow-Klinikum. Sie ist eine Einrichtung zur ambulanten Betreuung von Kindern HIV-infizierter Mütter und HIV-infizierten Kindern.

Zu den Zielen und Aufgaben der Kindertagesklinik gehören u.a.:

  • die Beratung von HIV-positiven Schwangeren über die Möglichkeiten der Verhinderung einer HIV-Übertragung vor, unter oder nach der Geburt von der Mutter auf das Kind (perinatale Transmission) in Zusammenarbeit mit den Gynäkologen und HIV-Behandlern,
  • die Betreuung von Kindern HIV-infizierter Mütter und HIV-infizierten Kindern,
  • die Beratung und Betreuung von Kindern Hepatitis C-infizierter Mütter,
  • Nachsorge der Kinder HIV-infizierter Mütter, die während der Schwangerschaft mit antiretroviralen Substanzen exponiert waren.

    Die Kindertagesklinik ist räumlich und inhaltlich eng verbunden mit der Infektambulanz der Frauenklinik. Eine weitere enge Kooperation besteht mit der Klinik für Innere Medizin ( HIV-Tagesklinik für Erwachsene)und der Klinik für Neonatologie des Virchow-Klinikums. Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine umfassende Betreuung HIV-positiver Frauen während der Schwangerschaft und ihrer Kinder nach der Geburt gewährleistet. Neben den Kinderärzten gehören drei Kinderkrankenschwestern und eine Sozialpädagogin zum Team.

    Ein Teil der Mütter der betreuten Neugeborenen wurde entsprechend dem interdisziplinären Konzept bereits vor oder während der Schwangerschaft in der HIV-Tagesklinik für Erwachsene und der Infektambulanz der geburtshilflichen Abteilung des Virchow-Klinikums betreut. Andere Mütter stellen sich nach der auswärtig erfolgten Geburt erstmalig in der Tagesklinik vor. Das Ziel, die Mütter während der Schwangerschaft mit einer optimalen HIV-Therapie zu versorgen und gleichzeitig eine effektive Transmissionsprophylaxe durchzuführen, kann nur erreicht werden, wenn bereits während der Schwangerschaft der erste Kontakt hergestellt wird, um risikoadaptiert die notwendigen Maßnahmen durchzuführen.

    Ist es trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen dennoch zu einer HIV-Infektion gekommen, werden infizierte Kinder entsprechend internationalen Empfehlungen oder im Rahmen internationaler Studien behandelt. bBei Komplikationen ist u.U. ein stationärer Aufenthalt in der Kinderklinik erforderlich.

    Bei psychosozialen und finanziellen Problemen steht eine Sozialpädagogin zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung.

    Bei HIV-positiven Frauen kommen auch andere chronische Virusinfektionen (z.B. Hepatitis B und Hepatitis C) häufiger vor. Auch diese Infektionen sind prinzipiell perinatal auf das Kind übertragbar. Während bei der Hepatitis B ein wirksamer Schutz vor einer Infektion des Neugeborenen erreicht werden kann, ist dies bei der Hepatitis C noch nicht möglich. Auch dafür werden aber Therapiekonzepte erarbeitet.