DFG-Forschergruppe FOR 667

Epitheliale Mechanismen
der renalen Volumenregulation

 


Projekt 7 - Dissektion der Rolle von ClC-5 und anderen vesikulären CLCs bei der renalen Endozytose und tubulären Transportprozessen

Zusammenfassung

ClC-5 ist ein elektrogener Cl-/H+ Austauscher, der hauptsächlich in apikalen Endosomen von Zellen des proximalen Tubulus vorkommt. Mutationen im ClC.5 kodierenden Gen CLCN5 verursachen die Dent’sche Erkrankung, eine X-chromosomal vererbte Krankheit, die mit einem renalen Verlust von Proteinen kleinen Molekulargewichts, Hyperkalziurie sowie Nierensteinen einhergeht. Nach gezielter Ausschaltung des ClC-5 Gens in Mäusen beobachteten wir einen zell-intrinsischen defekt der Endozytose, den wir auf eine verringerte Ansäuerung von Endosomen zurückführten. Wir fanden ebenfalls, dass die Expression von Megalin, einem apikalen Endozytoserezeptor für eine breite Palette verschiedener Substanzen, reduziert und seine subzelluläre Verteilung verändert war. Dieser Befund, der eine weitere Reduktion der Rezeptor-vermittelten Endozytose vorhersagt, geht wahrscheinlich auf einen gestörten Rücktransport an die Plasmamembran zurück. Die in Mäusen und Menschen beobachtete Phosphaturie konnte auf Veränderungen der Expression des Na-Phosphat-Cotransporters NaPi-2a zurückgeführt werden. Wir fanden ebenfalls, dass die Oberflächenexpression von ClC-5 durch HECT-Ubiquitinligasen, die über ihre WW-Domänen mit einem ‚PY-Motiv’ im Carboxyterminus von ClC-5 interagieren, reduziert wird. In dem jetzt bearbeiteten Projekt wollen wir die Regulation von ClC-5 durch Ubiquitinierung und andere Signalwege näher untersuchen und den Einfluss dieser Regulation auf verschiedene Reabsorptionsprozesse im proximalen Tubulus erforschen.


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