10.01.2013 - Pressemitteilung

Charité und FU gemeinsam erfolgreich im Wettbewerb „EXIST-Gründungskultur – die Gründerhochschule“ des Bundeswirtschaftsministeriums

Förderprojekt wird mit 2,8 Millionen Euro unterstützt

Die Freie Universität Berlin und die CharitéUniversitätsmedizin Berlin erhalten für ihr Konzept zur Förderung von Ausgründungen 2,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das Projekt setzte sich als eines von zehn bundesweit im Wettbewerb „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ durch. Die beiden Einrichtungen können das Konzept mit den Fördermitteln bis 2018 umsetzen. Die Auszeichnung wurde am Abend durch Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler in Berlin verliehen.

An dem Wettbewerb hatten sich bundesweit 55 Universitäten und Fachhochschulen beteiligt. Davon wurden 20 eingeladen, eine hochschulweite Gesamtstrategie zur Gründungsprofilierung vor einer Expertenjury zu präsentieren. Diese wählte anschließend zehn Hochschulen für die Förderung aus. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Strategie für eine Entrepreneurial Network University die Juroren überzeugt hat“, sagte Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin. „Mit der Arbeit in Netzwerken haben wir als Exzellenz-Universität bereits die besten Erfahrungen gemacht. Gemeinsam mit der Charité wollen wir nun ein unternehmerisches Netzwerk aufbauen, um uns auch bei der Gründungsförderung zu einer Hochschule auf europäischem Spitzenniveau zu entwickeln.“ „Als Deutschlands größte medizinische Einrichtung für Klinik und Forschung ist die Charité Innovationstreiber für die Gesundheitswirtschaft“, erklärte Prof. Dr. med. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. „Mit dem neuen Konzept wollen wir künftig noch mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Gründen motivieren und ihnen die optimale Ausbildung und Unterstützung bieten.“

Seit 2009 arbeitet die Freie Universität Berlin mit der Charité, dem gemeinsamen medizinischen Fachbereich von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin, in der Gründungsförderung zusammen. Unter dem Dach der Entrepreneurial Network University soll die Kooperation nun eine neue Qualität erreichen und auf weitere Partner ausgeweitet werden.

Steffen Terberl, Teamleiter für Wissens- und Technologietransfer an der Freien Universität Berlin und Projektleiter, erläuterte die geplanten Schritte und Ziele des Projekts: „Wir wollen Anreize für Professorinnen und Professoren schaffen, um den Wissens- und Technologietransfer als zentrale Säule neben Forschung und Lehre zu etablieren. Mit einer modernen, teils online-basierten Lehr- und Lernplattform wollen wir es Studierenden und Wissenschaftlern aller Fachbereiche ermöglichen, unternehmerische Fähigkeiten zu erwerben. Besonders intensiv werden wir forschungsbasierte Gründungen in den Branchen Gesundheitswirtschaft, der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Medien- und Kreativwirtschaft unterstützen.“ Diese Felder seien auch in der Innovationsstrategie Berlin-Brandenburgs von großer Bedeutung. Darüber hinaus sollen unternehmerisch erfahrene Alumni und Wirtschaftspartner als Kapitalgeber für einen Seed-Fonds gewonnen werden, um Ausgründungen in der frühen Phase lückenlose Finanzierung zu ermöglichen.

Für eine starke Gründungskultur bringen Freie Universität und Charité bereits gute Voraussetzungen mit: Bei der Förderung einzelner Gründungsvorhaben durch das EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und bei Finanzierungen des High-Tech Gründerfonds gehören sie gemeinsam bundesweit zur Spitzengruppe. Im bundesweiten Ranking der Hochschulen mit den besten Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen kletterte die Freie Universität seit 2005 von Platz 27 auf Platz 7.

Links:

www.exist.de
http://technologietransfer.charite.de/
www.fu-berlin.de/profund

Kontakt:

Dr. Anette Schröder
Beauftragte für Technologietransfer
Technologie-Transferstelle der Charité - Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 243

Steffen Terberl
Teamleiter Wissens- und Technologietransfer
Freie Universität Berlin
t: +49 30 838 609



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