
02.09.2009 - Pressemitteilung
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité – Universitätsmedizin Berlin sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine wissenschaftliche Studie zur Behandlung schwerer Depressionen. Für Patienten, bei denen vorherige Behandlungen mit Antidepressiva oder Elektrokrampftherapie nicht erfolgreich waren, haben die Forscher ein neues Behandlungsverfahren entwickelt. Dabei werden den Kranken im Rahmen einer Operation Elektroden eingesetzt, die eine bestimmte Hirnregion stimulieren. Die Aktivität dieser Region, des so genannten anterioren cingulären Cortex, ist bei depressiven Patienten gestört und soll dadurch normalisiert werden. Die Methode wurde ursprünglich für Patienten mit Bewegungsstörungen entwickelt und wird beispielsweise in der Parkinsontherapie angewendet. Für den Klinkaufenthalt nach der Operation sollten die Teilnehmer mindestens zehn Tage einplanen. In folgenden zwölf Wochen werden sie einmal wöchentlich, bis zum sechsten Monat danach einmal monatlich, untersucht.
Weiterführende Informationen erhalten Interessierte unter
http://www.charite-psychiatrie.de/fileadmin/pdf/patinfo/informationsblatt_dbs.pdf
Dr. Angela Merkl
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Campus Benjamin Franklin
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