
Im Winter 1827 hielt Alexander von Humboldt auf Einladung Carl Friedrich Zelters die erste seiner insgesamt 16 Vorlesungen unter dem Titel „Kosmos“ in der soeben eingeweihten Berliner Singakademie. Humboldt, dem es nie allein um die Forschung, sondern stets auch wesentlich um deren Vermittlung zu tun war, etablierte mit seinen Vorträgen eine Ebene der direkten Vermittlung zwischen Forschung und interessiertem Bürgertum. Wissenschaft wurde als Unterhaltung konsumierbar und damit als Teil des kulturellen Lebens sichtbar.
Die Frage nach der Vermittlung von Forschung, hat nach wie vor Relevanz. Angesichts drängender gesellschaftlicher Fragen sollte es zu einer Bündelung der intellektuellen und kreativen Kompetenzen keine Alternative geben. In diesem Sinne haben sich Charité und Maxim Gorki Theater Berlin zusammengetan, um in den großen Fußstapfen von Humboldt, Zelter, Schleiermacher, Fichte, Hegel, Haeckel und Mommsen erste Schritte zu gehen. Unter dem Titel „Kosmos und Mensch“ gehört die Bühne des Maxim Gorki Theaters ab Januar 2007 einmal im Monat der Wissenschaft: Forscher der Charité werden zu aktuellen Fragestellungen der Medizin und ihrer ethischen und philosophischen Verankerung in der Gesellschaft sprechen.
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