
Auf dem Campus Benjamin Franklin wurde in direkter Verbindung zum Schlaganfallforschungs-MRT eine neue Stroke Unit (Spezialstation für Schlaganfall-Patienten) mit 12 Monitorbetten für die Akutüberwachung von Schlaganfallpatienten eingerichtet. In die neue Station integriert sind eine zentrale Überwachungseinheit und ein Untersuchungsraum für die Duplex-Sonographie.
Die Intensivbetten entsprechen modernsten Anforderungen und machen zum Beispiel eine Langzeit-EKG-Überwachung ebenso möglich wie eine kontinuierliche Hirnstromableitung.
Insgesamt stehen damit auf der Station 25 Betten für Schlaganfallpatienten zur Verfügung.

So sieht die neue Spezialstation für Schlaganfall-Patienten auf dem Campus Benjamin Franklin aus
Baubeginn: Juli 2009
Inbetriebnahme: Januar 2010
Herstellungskosten: 2 Mio. Euro
Architekten: Sandor Farkas Architekten
Im Oktober 2010 wird nach 12 Monaten Bauzeit die vollständig zu einer interdisziplinären Intensiv- und Wachstation umgebaute Station 44 mit 30 Betten in Betrieb genommen.
Die Maßnahme wurde mit 3 Mio. Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramm II, sowie mit weiteren 3 Mio. Euro aus Eigenmitteln der Charité finanziert. Die neue Intensivstation führt damit die seit 1969 in der Operationsabteilung befindlichen Intensiv- und Wachstationen 60 und 61 zusammen und bietet wesentlich verbesserte Voraussetzungen für die Intensivmedizinische Therapie in angenehmen und technisch anspruchsvollen neuen Räumlichkeiten. Auch organisatorisch wurde eine wichtige Neuerung eingeführt: die CharitéCentren 10 für Magen-, Darm-, Nieren- und Stoffwechselmedizin und 7 - Anästhesiologie, OP-Management und Intensivmedizin betreiben zukünftig gemeinsam diese interdisziplinäre Intensivstation.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Station 44 ist eine wesentliche Voraussetzung für die geplante Sanierung der Operationsabteilung des Benjamin Franklin Klinikums erfüllt.
Der Umzug der IOP-Stationen 60 und 61 schafft Platz für die Erneuerung der Operationsabteilung. Geplant ist die abschnittsweise Erneuerung der Operationssäle sowie der Umbau der Kernzone zu einer prä- und postoperativen Holding-Area.
Zahlen und Daten:
Nutzfläche: ca. 1.500 m²
Baukosten: gesamt ca. 6 Mio. Euro, davon 3 Mio. Euro aus Konjunkturprogramm II
Baubeginn: September 2009
Fertigstellung: September 2010
Im Erdgeschoß des CBF wurden Büroflächen der Verwaltung in eine neue Ambulanz umgebaut. In diesem Bereich mit einer Größe von 765 qm wurden vier zuvor getrennt und provisorisch angesiedelte Funktionseinheiten zusammengeführt: Die IMT und onkologische Ambulanz, die hämatologische Ambulanz, die interdisziplinäre Sprechstunde des Charité Comprehensive Cancer Centers und die Psychoonkologie. Gleichzeitig bildet der neue Bereich den krönenden Abschluß des Ambulanzprojektes am CBF, das alle Polikliniken in räumlicher Nähe zusammengeführt hat. Die IMT ist funktionell optimal für eine Rundum-Versorgung unserer ambulanten Tumorpatienten konzipiert und wurde bereits am ersten Tag begeistert angenommen.
Generalplanung: Charité Facility Management GmbH (CFM)
Bauplanung/-leitung: Matthias Zeplin Architekten & Ingenieure
Bauzeit: 09/2010 bis 04/2011
Kosten: ca. 1,5 Mio. Euro
Im Rahmen der Standard-Anhebungen der Allgemeinpflege in beiden Bettenhäusern wurde nach den Stationen 36 und 01 nun die dritte Station umgebaut: Die ursprünglichen 3-Bett-Zimmer wurden zu 2-Bett-Zimmern mit eigenen Sanitärzellen mit Dusche, Waschbecken und WC.
Die Station 40A wird durch die Klinik für Infektiologie genutzt, für deren spezifische Erfordernisse fünf Bettenzimmer mit einer Schleusenanlage errichtet wurden, davon 2 Zimmer mit einer Unterdruckanlage.
In der Station 40B werden die gynäkologischen Patientinnen behandelt. Hier erhielten die Sanitärzellen jeweils eine WC/Bidet-Kombination.
Ein Bettenzimmer der Station wurde speziell für Adipositas-Patienten eingerichtet. In diesem Raum können schwergewichtige Patienten mittels einer elektrischen Deckenliftanlage direkt vom Bett in die Sanitärzelle und zurück befördert werden.
Durch den Wegfall eines Stationsbades konnte innerhalb der Station ein freundlicher Patientenaufenthaltsraum geschaffen werden.
Zahlen & Daten:
Bauzeit: 06/2010 bis 02/2011
Nutzfläche: ca.1.200 qm
Baukosten: ca. 2,4 Mio Euro
Planung und Bauleitung:
Sandor Farkas Architekten (Hochbau)
Genius GmbH (Elektroanlagen)
Büro Verdi (Heizung-Lüftung-Sanitär)
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Fotos:
Uwe Steinert