Projekte, die unter Prof. Wernecke begonnen wurden

Einige abgeschlossenen Forschungsprojekte, an denen das Institut für Medizinische Biometrie Mitte beteiligt war
(vor Zusammenlegung der Biometrischen Institute von FU und HU in der Charité)


Universitär geförderte Forschungsthemen

Untersuchungen zur Klassifikationsgüte von Diskriminanzfunktionen für longitudinale Daten mit Hilfe von Monte-Carlo-Simulationen (Wernecke)

Ziel des Projektes ist es, die Klassifikationsgüte von Diskriminatoren für longitudinale Daten wie Zeitverläufe, Dosis-Wirkungs-Kurven o.a. mit Hilfe von Monte-Carlo-Simulationen zu untersuchen. Solche Diskriminatoren gewinnt man aus einem "mixed model"-Ansatz, also über eine multivariate Varianzanalyse, mit anschließender Verwendung der geschätzten Größen in einer Diskriminanzanalyse. Als Gütekriterium dient die Schätzung des "wahren" Klassifikationsfehlers, d.h. wir interessieren uns für die Bewertung der Zuordnungswahrscheinlichkeiten für Objekte (Patienten), die nicht zur gegebenen Trainingsstichprobe gehören.

Modellierung von Therapie-Strategien bei metastasierten Mammacarcinom-Patientinnen (Küchler)

(Partner: Abteilung Klinische Onkologie des Universitätskrankenhauses Graz/Österreich)

Ziel des Projektes ist es, den Einfluss von unterschiedlichen Therapie-Strategien auf das Überleben von metastasierten Mammacarcinom-Patientinnen zu untersuchen und möglichst eine optimale Strategie zu finden. Dabei soll u.a. geprüft werden, ob die Krankenverläufe durch (Therapie-) gesteuerte Markov-Ketten (1. oder höherer Ordnung) oder durch bedingte Markov-Ketten beschrieben werden können.

Einsatz Neuronaler Netze in klinischen Fragestellungen zur Klassifikation und zur Strukturerkennung (Cammann)

(Partner: Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Charité)

Neben der in der klinischen Forschung immer wiederkehrenden Frage nach Verfahren, die diagnostische und prognostische Aussagen über das Vorhandensein oder die Entwicklung von Krankheiten ermöglichen, steht das Ziel, in vorliegenden Datensätzen, zu denen keine Informationen über Input-Output-Beziehungen vorliegen, Strukturen (Cluster) aufzufinden. Die Verfahren der klassischen Statistik sind in vielen Fällen an Voraussetzungen geknüpft, die von den gegebenen Datenmengen häufig nicht erfüllt werden. Da künstliche neuronale Netze diese Nachteile nicht haben, soll eine Reihe von Rechenprogrammen als Werkzeuge zur Klassifikation und Strukturerkennung in klinischen Fragestellungen erarbeitet bzw. angepasst werden.

In Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Urologie wird mit Hilfe von künstlichen neuronalen Netzen untersucht, welchen Wert klinische und histologische Parameter für die Vorhersage eines Prostatakarzinoms haben. Zur Unterscheidung des Prostatakarzinoms von der benignen Prostatahyperblasie oder der chronischen Prostatitis werden Laborwerte und klinische Daten mittels eines Backpropagation-Netzes prospektiv analysiert, um zukünftig anhand aller Parameter ein individuelles Risiko für die Entwicklung eines Karzinoms angeben zu können. Dieser Vorhersagewert soll dann die Entscheidungsfindung zur Indikation einer Prostatastanzbiopsie erleichtern.


Drittmittelgeförderte Forschungsthemen

Europäisches Projekt: MEDPHOT - Optical Methods for Medical Diagnosis and Monitoring of Diseases (QLRT-1999-31464)

Multizentrische Studie: Erhaltungstherapie kutaner T-Zell-Lymphome (T1-2, NO-1, MO) mit Interferon alfa-2a versus Beobachtung nach Erreichen einer kompletten Remission durch eine Kombinationstherapie Interferon alfa-2a plus PUVA (CTCL III)
Gefördert durch: Hoffmann-LaRoche AG

Multizentrische Studie: Akzelerierte Strahlentherapie ± 5 Fluorouracil/Mitomycin C bei lokal fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren
Gefördert durch: Deutsche Krebshilfe (Projekt-Nr. 70/1693)

Klinische Studie: Neurotraumatologie und Neuropsychologische Rehabilitation: Umorganisation und Reorganisation des motorischen Systems nach Hirn-, Rückenmarks- und Nervenläsionen (TPB5)
Gefördert durch: BMBF (FKZ 01KO9815)

Klinische Studie: Chembonet - Randomisierte Phase II/III-Studie zur Effektivität einer hyperthermen Chemotherapie (Oxaliplatin/Capecitabine) versus alleiniger Chemotherapie bei zuvor bestrahlten Patienten mit Lokalrezidiv eines Rektumkarzinoms

Entwicklung multimedialer Lernsoftware für die statistische Grundausbildung in Deutschland
Gefördert durch: BMBF (FKZ 08NM091B)


Aktuelle Projekte  Abgeschlossene Projekte ab Juni 2003  Projekte vor 2003 UKBF (FU) 

Home    Last update: 16. Oktober 2009