Ältere, abgeschlossene Forschungsprojekte (UKBF / FU)

Einige abgeschlossenen Forschungsprojekte, an denen das Institut für Medizinische Biometrie Steglitz beteiligt war
(vor Zusammenlegung der Biometrischen Institute von FU und HU in der Charité)


Alkoholkonsum und Alkoholprobleme bei Frauen
in europäischen Ländern
Ansprechpartner Dr. Kim Bloomfield
Projektleiter Dr. K. Bloomfield
Förderer EU (Europäische Kommission) 
BMG (Bundesministerium für Gesundheit) 
Die Abteilung koordiniert eine konzertierte Aktion, für die von der Europäischen Union unter dem BIOMED-II Forschungs- und Entwicklungsprogramm ein Fonds errichtet wurde. Die Studie untersucht Trinkmuster bei Frauen und ihre Erfahrungen mit Alkoholproblemen in acht europäischen Ländern: Tschechien, Finnland, Deutschland, Italien, Holland, Schweden, der Schweiz und Großbritannien. Ferner wird die Studie die Darstellung verschiedener Meßmethoden des Alkoholkonsums vergleichen, um so Empfehlungen für eine standardisierte Erfassungsmethode zum Alkoholkonsum für die europäische Forschung zu erarbeiten.
Internationaler Kongress in Berlin vom 24.-16. März 1999.

  Berliner Altersstudie  (BASE)
Ansprechpartner PD Dr. Dr. Hopfenmüller (Biometrie im Bereich Zahnheilkunde)
Projektleiter Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Lentzeallee 94, D-14195 Berlin 
Förderer Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bis 1998)
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (bis 1998)
Die Berliner Altersstudie ist eine multidisziplinäre Untersuchung alter Menschen im Alter von 70 bis über 100, die im ehemaligen Westteil Berlins leben. In der Hauptstudie (1990-1993) wurde eine Kernstichprobe von 516 Personen in 14 Sitzungen hinsichtlich ihrer geistigen und körperlichen Gesundheit, ihrer intellektuellen Leistungsfähigkeit und psychischen Befindlichkeit sowie ihrer sozialen und ökonomischen Situation untersucht. Seitdem ist die Studie als Längsschnittstudie weitergeführt worden, indem überlebende Teilnehmer viermal nachuntersucht wurden.
Für den Bereich Zahnheilkunde erfolgt(e) die Datenerfassung und statistische Auswertung in Zusammenarbeit mit dem Institut.

Risikoadaptierte Optimierung der Nachsorgestatistik
bei kolorektalen Adenomen
Ansprechpartner Dr. Ulrich Mansmann
Projektleiter Dr. Dr. G. Nusko (Erlangen), Dr.U. Mansmann 
Förderer Frieda und Johannes Marohn-Stiftung 
Untersucht wird, welche charakteristischen Merkmale der Erkrankung einen Hinweis auf die zu erwartende Heilungschance und die Lebenserwartung des Patienten geben. In Zusammenarbeit mit der UICC (Union International Contre le Cancer) konnten mehrere große Studien zur Abklärung prognostischer Faktoren analysiert werden. Dies erlaubte den Einsatz und die Überprüfung neu entwickelter Analysemethoden an einem großen Datenmaterial. Schwerpunkte lagen dabei auf CART-Methoden für Überlebensdaten [Haupt, Mansmann, Statlib, 1995], Erweiterungen des Cox-Modells im Rahmen von Zählprozessen und der Anwendung von "verallgemeinerten dynamischen linearen Modellen" [Gamerman, Appl. Stat,40, 1, 63-79, 1991]. 

 
Bewertung von Diagnosetests bei unvollständigem
oder fehlendem Gold-Standard
Ansprechpartner Dr. Ulrich Mansmann
Projektleiter Dr.U. Mansmann
Förderer DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) 
Ein kritischer Vergleich diagnostischer Tests hinsichtlich ihrer Treffsicherheit ist häufig dadurch erschwert, daß der tatsächlich zu diagnostizierende Sachverhalt nur durchsehr aufwendige oder gar invasive Maßnahmen abgeklärt werden kann. Die Statistik bietet verschiedene Methoden an, trotz "fehlender" Information, rationale Rückschlüsse auf die Güte diagnostischer Verfahren zu machen. Es soll überprüft werden, inwieweit solche formalen Ansätze medizinische Sachverhalte fassen und so dem Mediziner bei einer Entscheidung unter Unsicherheit helfen können. Bei der Behandlung dieser Fragestellung wird in "mehrstufige" und "parallele" Diagnoseprozesse unterschieden. Bei ersteren werden verallgemeinerte Methoden zur Behandlung von "Two-stage Case-Control" Studien verwendet, wie sie von Robins, Rotnitzky and Zhao [JASA, V. 89, Nr.427, 1994] vorgeschlagen wurden. Im Fall "paralleler" Diagnoseprozesse liegt der Schwerpunkt auf Maximum Likelihood Theorie für unvollständige Daten mit einer Verteilung aus der exponential Familie [Sundberg, Scand. J.Stat, 1, 49-58, 1974]. 

Multizentrische Atopiestudie (MAS): 
Trends und Risikofaktoren von Asthma und allergischen Erkrankungen
Ansprechpartner Dr. Michael Kulig
Projektleiter Prof. Dr. U. Wahn (UKRV Berlin) 
Förderer BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) 
Die MAS ist eine Geburtskohortenstudie, in die rund 1300 Neugeborene des Jahres 1990 aufgenommen wurden. Diese erste große Atopiestudie in Deutschland dient v.a. der Erforschung von Trends und Risikofaktoren von Asthma und allergischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. 

 
Epidemiologie der HIV-Infektion und Virushepatiden
Ansprechpartner PD Dr. Klaus Stark
Projektleiter Dr. K. Stark
Förderer BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) 
BMG (Bundesministerium für Gesundheit) 
Die Abteilung beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Epidemiologie der HIV-Infektionen und Virushepatitiden bei Drogenabhängigen und anderen Bevölkerungsgruppen. In Quer- und Längsschnittstudien werden Risikofaktoren für Infektionskrankheiten analysiert. Darüber hinaus werden Prävalenz und Prädiktoren von infektionsrelevanten Verhaltensweisen und Verhaltens- änderungen untersucht, um Hinweise für Interventionsstrategien zu gewinnen. Weitere Fragestellungen gelten der Anwendung molekularbiologischer Methoden in der Infektions- epidemiologie. Die Arbeitsgruppe ist beteiligt an einermultizentrischen europäischen Studie zu Gesundheitsrisiken bei weiblichen Drogenabhängigen. 

 
Die Versorgung von Schlaganfallpatienten in Ost- und Westberlin
Ansprechpartner PD Dr. Klaus Stark
Projektleiter Prof. Dr. Dr. I. Guggenmoos-Holzmann (Berlin) 
PD Dr. K. Stark
Förderer BMBF (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie) 
In einer versorgungsepidemiologischen Studie zum Thema Schlaganfall werden verschiedene Modelle eines repräsentativen Feldzugangs zur Patientenrekrutierung geprüft. Daran anschließend soll prospektiv die Versorgung von inzidenten Schlaganfallpatienten in Ost- und Westberlin untersucht und verglichen werden.

Entwicklung eines Meßinstrumentes der gesundheitsbezogenen Lebensqualität unter der Therapie mit psychisch wirksamen Arzneimitteln
Ansprechpartner Justus Welke
Projektleiter Prof. Dr. Dr. I. Guggenmoos-Holzmann (UKBF Berlin)
Förderer BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) 
DLR (Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V.) 
Wir wollen ein kurzes Instrument zur Messung der Lebensqualität entwickeln. Zielgruppe sind die bei Berliner Hausärzten behandelten depressiven Patienten. Das Instrument soll als Ergänzung eines generischen (krankheitsunspezifischen) Maßes der Lebensqualität eine höhere Veränderungs- sensitivität (Responsivness) für die Behandlung mit Psychopharmaka erzielen. Die Ergebnisse sollen den niedergelassenen Kollegen helfen, den Verlauf der Erkrankung und den Erfolg der Therapie bei ihren Patienten schnell zu beurteilen.

Aktuelle Projekte  Abgeschlossene Projekte ab Juni 2003  Projekte Prof. Wernecke (HU)

Home    Last update: 16. Oktober 2009