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Wand-PIVProblemstellungZurzeit fehlt eine leistungsfähige Messmethode zur Erfassung der wandnahen Geschwindigkeitsverteilung und der daraus abgeleiteten Größen,
wie Scherraten oder Schubspannungen, in Strömungen, die zum Beispiel in medizinisch relevanten Fragestellungen auftreten. Solche Strömungen
werden unter anderem in der Biofluidmechanik (Blutpumpen, Modelle von Blutgefäßen) evaluiert, um medizinische Komplikationen zu reduzieren.
Die Kenntnis von Wandschubspannungsfeldern in Blutpumpen und künstlichen Herzklappen ist von großer praktischer Bedeutung, da ein direkter
Zusammenhang mit der Thrombenentstehung existiert. Bei Aneurysmen wird das Fortschreiten der Deformationen durch die wandnahe Strömung
beeinflusst. Deswegen wird die Messung der Strömungsverhältnisse in den genannten Strömungsmodellen zum Erreichen eines medizinischen
Fortschritts benötigt. Verfahren Für die bislang nicht untersuchbaren Gebiete in der Nähe von gewölbten Wänden wird am Labor für Biofluidmechanik das sogenannte
Wand-PIV-Verfahren entwickelt. Dieses zielt auf die Beobachtung und Auswertung der Strömung in der Nähe der Wand und ist eine Weiterentwicklung
der Particle Image Velocimetry (PIV) für den genannten Spezialfall. Die zwei zur optischen Achse normalen Geschwindigkeitskomponenten können über die Bildpositionen eines Partikels erfasst werden, die dritte ergibt sich aus den Grauwerten des Partikels. Hierbei besteht in Übereinstimmung mit dem Beer-Lambertschen Gesetz ein exponentieller Zusammenhang zwischen dem Grauwert des Partikels und der Lauflänge des im Fluid absorbierten Lichtes. Je näher ein Partikel an der Wand ist, desto heller erscheint es dem Beobachter. In Kooperation mit dem Heidelberg Collaboratory for Image Processing (HCI) des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der
Universität Heidelberg wird hierfür auf Grundlage des Optischen Flusses ein Auswerteverfahren entwickelt, welches es ermöglicht alle drei
Geschwindigkeitskomponenten für Partikel in Wandnähe zu ermitteln und Partikelbahnen dreidimensional zu erfassen. Ansprechpartner Dr.-Ing. Ulrich Kertzscher Kooperationspartner
Links und Publikationen
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