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Plättchenadhäsion

Strömt Blut durch ein Implantat – eine Herzklappe oder ein Herzunterstützungssystem – so wird es kurzzeitig durch Scherung belastet und kann dann in einer Strömungsablösung in wiederholten Kontakt mit einem Fremdmaterial kommen. Diese Kombination von hoher und niedriger Scherung begünstigt die Bildung von Thromben. Dies soll in einem Modell nachgebildet werden.

Ziel ist das nähere Verständnis der Virchow'schen Trias, insbesondere der Thrombenbildung. Hierfür wird ein spezielles Platte-Platte-Schergerät entwickelt. Mikroskop-Deckgläser mit einem Durchmesser von 35 mm und einem Zwischenraum von 50 µm bilden den Raum, in den das Blut eingebracht und geschert wird. Das Bild zeigt einen Querschnitt.
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Bild: Querschnitt durch das Schergerät Lupe

Die obere Platte ist drehbar angeordnet und wird über einen Zahnriemen von einem langsam laufenden Motor angetrieben. Ein zweiter Antrieb sorgt für einen kurzen und intensiven Scherimpuls (100 ms, 20 Pa). Der ganze Apparat wird auf einem inversen Mikroskop angebracht. Damit kann die Bildung eines Thrombus beobachtet werden. Dies wird mit einer 1-Megapixel-Videokamera aufgenommen. Die ersten Versuche wurden mit Vollblut durchgeführt und mit einer Scherrate von 30 1/s. Die Thrombenbildung konnte schon nach 20 s beobachtet werden.

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Klaus Affeld

Kooperationspartner

PD Dr. med. Armin J. Reininger
Klinik für Anästhesiologie, Abteilung für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie
Klinikum der Universität München


gefördert durch
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