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Entwicklung einer belastungsarmen Blutpumpe

Herzkreislauferkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Blutpumpen zur mechanischen Herzunterstützung werden in der Klinik bereits erfolgreich zur Therapie von Herzmuskelerkrankungen eingesetzt. Durch die Traumatisierung des Blutes in der Pumpenströmung kommt es jedoch häufig zur Störung des Gerinnungssystems und damit zu Blutungskomplikationen bei den Patienten.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer belastungsarmen Rotationsblutpumpe. Es existiert ein nachweislicher Zusammenhang zwischen der hohen Scherbeanspruchung des Blutes in der Pumpe und der Schädigung eines für den Gerinnungsprozess wichtigen Proteins – des Von-Willebrand-Faktors. Dies wird zum Beispiel bei Stenosen der Aortenklappe beobachtet, wo ein Druckgradient von ca. 30 mmHg bereits zu einer Verminderung der langkettigen Anteile dieses Gerinnungsfaktors führt.

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Wirkung des Druckgradienten in einer Aortenstenose auf den Von-Willebrand-Faktor [Vincentelli 2003]. Bei hohen Druckgradienten wird der Anteil der hochmolekularen Anteile dieses Faktors im Blut vermindert. Lupe

Hieraus resultiert das Vorhaben, die Druckerhöhung der Pumpe mit Hilfe neuartiger Ansätze so umzusetzen, dass der Druckgradient unter diesem Schwellenwert bleibt.

Ansprechpartner

M.Sc. Bente Thamsen
Prof. Klaus Affeld

Literatur

Vincentelli, A. ; Susen, S. ; Le Torneau, T. ; Six, I. ; Fabre, O. ; Juthier, F. ; Bauters, A. ; Decoene C. ; Goudemand, J. ; Prat, A. ; Jude, B.: Acquired von Willebrand Syndrome in Aortic Stenosis. In: The New England Journal of Medicine 349 (2003), Nr. 4, S. 343–349

Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative KMU-innovativ unter dem Förderkennzeichen 01EZ1202B gefördert.


BMBF

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