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Innovationswettbewerb Medizintechnik 2006Nahtfrei implantierbare künstliche Herzklappe(Innovationswettbewerb – Modul Basis) Klaus Affeld Prof. Dr.-Ing. Klaus Affeld und Dr.-Ing. Kertzscher gehören mit zu den diesjährigen Gewinnern des „Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik“ und wurden von Bundesforschungsministerin Annette Schavan ausgezeichnet. Mit 300 000 Euro wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung die Entwicklung eines Implantationsrings unterstützt, der es erlaubt künstliche Herzklappen ohne Naht und bei verkürzter Operationszeit zu implantieren.
Ziel ist die Machbarkeitsstudie einer nahtfrei implantierbaren künstlichen Herzklappe, insbesondere zum Ersatz der Aortenklappe. In Deutschland werden etwa 20 000 künstliche Herzklappen implantiert, davon sind 10 000 Aortenklappen. Auf Grund der demographischen Entwicklung erhalten immer mehr ältere Patienten eine künstliche Herzklappe. Der meistens schlechte Allgemeinzustand dieser Patienten erfordert eine möglichst kurze Operationszeit, insbesondere eine möglichst geringe Zeitdauer der Herzlungenmaschine. Dies kann durch eine hier vorgeschlagene neue Methode erreicht werden, die das zeitraubende Einnähen deutlich verkürzt. Eine Herzklappe für die nahtfreie Implantation hat also die Aufgabe, den Ersatz der erkrankten natürlichen Herzklappe auf eine für den Patienten möglichst schonende Weise zu ermöglichen. Hier wird zur Zeit ein Ansatz diskutiert, bei dem eine aufdehnbare Stentstruktur mit einer darin enthaltenen Klappe über einen Katheter perkutan vom Kardiologen eingeführt wird. Bei diesem Konzept kann die erkrankte Klappe nicht entfernt werden. Es gibt bisher keinen Ansatz, wie man dieses Problem lösen könnte. Der Einsatz der perkutan einsetzbaren Klappen kommt daher nur für einen geringen Anteil der Patienten in Frage. Diese Probleme sollen durch ein neues Konzept gelöst werden: nach der Entfernung der erkrankten Herzklappe wird vom Kardiochirurgen ein zusammengefalteter Ring eingesetzt, der mit einem Werkzeug in die Aortenwurzel eingeführt wird und dann auf seinen vollen Durchmesser definiert aufgefaltet wird. Dabei presst der Klappenring sich so an die Gefäßwand an, dass eine Fixierung erreicht wird. Dann kann die eigentliche Klappe eingesetzt werden. Sie besitzt eine Abdichtung zur Vermeidung von paravalvulären Lecks.
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01EZ0728 gefördert.
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