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Immunsuppression

 

 

Aktuelle Entwicklungen

Gegenwärtige Entwicklungen zielen darauf ab, vergleichbare oder sogar potentere immunsuppressive Protokolle mit jedoch spezifischerer Wirkung zu entwickeln. Dabei steht vor allem eine Reduzierung der Immunsuppressiva-bedingten Nebenwirkungen, wie Nephrotoxizität, Steroid-vermittelte Stoffwechseleffekte (Diabetes, Osteoporose, Hyperlipidämien) und de novo Malignome im Vordergrund. Neuartige, in klinischer Prüfung bzw. Evaluierung befindliche Immunsuppressiva sind u.a. Mycophenolat Mofetil (MMF, CellCept®), Rapamycin (Rapaimmune®, RAD B®) und die monoklonalen Antiinterleukin-2 ­ Rezeptorantagonisten [IL2-R-moAk] Basiliximab (Simulect®) und Daclizumab (Zenapax®). Folgende Einsatzmöglichkeiten bzw. Effekte sind vorstellbar:

  • Synergistische immunsuppressive Wirkung durch Kombination mehrerer Präparate mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus.
  • Reduzierung der Nebenwirkungen durch "Multi-drug"- Therapie, da niedrigere Dosierungen der Einzelsubstanz gewählt werden können (z.B. Triple-Therapie mit TAC, MMF, Steroide statt Dual-Therapie mit TAC und Steroiden).
  • Induktionstherapie mit monoklonalen Antikörpern zur Reduzierung der Steroiddosis bei effektiverem Schutz vor initialen Rejektionen (Basiliximab, Daclizumab).
  • Steroidfreie immunsuppressive Protokolle unter Verwendung der IL2-R- Antagonisten.
  • Verzicht auf Calcineurin-Inhibitoren und damit Zurückdrängung der nephrotoxischen Komponente (z.B. MMF, Rapamycin als Ersatz).