Chirurgie hepatischer Metastasen
Technik und Komplikationen
Eine große Anzahl klinischer Studien hat in den letzten Jahren gezeigt, dass Leberresektionen sicher und effizient durchgeführt werden können. Die Sterblichkeit in diesen Studien liegt unterhalb von 5%. Die verbesserten Ergebnisse der Leberchirurgie bei in die Leber metastasierten Karzinomen beruhen erstens auf einer verbesserten radiologischen Diagnostik der Patienten und einer genaueren Operationsplanung. Zweitens hat die wachsende Kenntnis der Leberphysiologie zur optimierten Narkoseführung und Therapie beigetragen. Drittens hat das wachsende Wissen um die Leberanatomie und die bessere Einschätzung der Leberfunktion des verbleibenden Leberrestes zu optimierten chirurgischen Therapien geführt. Dies lässt sich auch durch bessere Überlebenszahlen in den letzten Jahren nachvollziehen. Dies gelingt, obwohl die Radikalität und das Ausmaß der Resektionen in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben. Inzwischen werden in größeren Zentren für hepatobiliäre Chirurgie Leberresektionen von bis zu 80% der Lebermasse routinemäßig durchgeführt. Hilfreich hierbei sind neue technische Geräte wie Ultraschallmesser und intraoperative Sonographie, wie sie auch in Berlin verwendet werden. Die Komplikationsrate bei diesen Eingriffen liegt bei 20%. Die relevantesten Komplikationen sind die kurzfristige Leberfunktionsstörung, Nachblutungen und Infektionen. Die relativ hohe Komplikationsrate nach ausgedehnten Leberresektionen resultiert allerdings nicht in einer hohen Sterblichkeit und beeinflusst häufig nicht einmal die Länge des stationären Aufenthaltes.

Abbildung 1: Die intraoperative Ultraschalldiagnostik erlaubt neben dem präoperativ durchgeführten CT oder MRT eine sehr präzise Identifikation auch von kleinen Tumorknoten und ist damit wesentlicher Bestandteil zur Optimierung der Ergebnisse der Leberresektionen.

Abbildung 2: Leberresektion mit einem Ultraschallmesser, mit dem ausgedehnte Resektionen mit geringem Blutverlust möglich sind.

Abbildung 3: Die Versiegelung der Resektionsfläche erfolgt zum einen durch Hitzeeinwirkung mit einem speziellen Infrarotlichtkoagulator und zum anderen mit einem Gewebekleber.


