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Chirurgie des Hepatozellulären Karzinoms

Therapie

 

 

Lebertransplantation

 

Die Lebertransplantation erreicht bei kleinem HCC 5- und 10-Jahresüberlebensraten von 70% bzw. 60%. Das Operationsrisiko ist als gering einzuschätzen. Nachteil ist, dass die notwendige Immunsuppression nach Lebertransplantation das Wiederauftreten des HCC (Rezidiv) fördern kann. Zudem sind die Kriterien für die Lebertransplantation als postmortale Organspende so definiert, daß das Überleben dem von Patienten nach Lebertransplantation wegen gutartiger Erkrankungen gleichen sollte. Patienten mit fortgeschrittenem HCC erreichen ein schlechteres Überleben und kommen somit für Lebertransplantation durch eine postmortale Organsspende nicht in Betracht.

 

Da bei der Verwandten-Lebertransplantation (Lebendspende-Lebertransplantation) eine Teilleber als Transplantat nur für einen Empfänger zur Verfügung steht und gemäß Transplantationsgesetz auch nur für einen Verwandten verwendet werden darf, entfällt die Abwägung der prognostisch günstigen Verwendung eines Transplantates aus einem gemeinschaftlichen Pool. Zudem ist die Wartezeit erheblich verkürzt und verhindert das Fortschreiten des Tumors. Die 5-Jahresüberlebenrate von 68% in unserem Zentrum ist geringer als die 5-Jahresüberlebenraten von Patienten mit einem HCC im Frühstadium oder von Patienten mit gutartigen Indikationen. Angesichts sonst fehlender Therapieoptionen und im Vergleich zu Therapieformen bei anderen bösartigen Erkrankungen, ist dies allerdings als sehr gut zu bewerten. Den wesentlichen Nachteil stellt das Risiko für den gesunden Spenders dar.

 

Leberresektion

 

Die Leberresektion ist bei HCC in nicht zirrhotischer Leber das Therapieverfahren der Wahl. Auch bei ausgedehntem Tumorbefund kann häufig noch eine erweiterte Leberresektion durchgeführt werden (z.B. Trisektorektomie rechts), da die verbleibende gesunde Leber ein hohes Regenerationspotential aufweist. Bei einer Leberzirrhose im Stadium Child A kann maximal ein Leberlappen entfernt werden (Hemihepatektomie rechts oder Hemihepatektomie links). Im Stadium Child B können nur kleinere Keilresektionen (Uni- oder Bisegmentresektion) durchgeführt werden, da die zirrhotische Leber sich nicht regenerieren kann. Im Stadium Child C kommt eine Leberresektion nicht in Betracht.

 

Abbildung_3: Schematische Darstellung der Leber -
Segmentaufteilung nach Couinaud:

  • die Segmente 5, 6, 7 und 8 bilden den rechten Leberlappen,
  • die Segmente 2 und 3 den linken Leberlappen,
  • das Segment 1 ist in dieser Ansicht nicht abgebildet und gehört formal zum linken Leberlappen.

Bild:  Schematische Darstellung der Lebersegmente

 

Bild: Hemihepatektomie rechts       Bild: Hemihepatektomie links      Bild: Trisektorektomie rechts      Bild: Bisegmentresektion

Abbildung_4:   Häufig angewendete Standardresektionen

a) Entfernung des rechten Leberlappens (Hemihepatektomie re.),
b) Hemihepatektomie links,
c) erweiterte Leberresektion: Entfernung des rechten und
    eines Teils des linken Leberlappens (Trisektorektomie re.),
d) Keilresektion des Lebersegmente 5 und 8 (Bisegmentresektion).