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Chirurgie der Leber

Chirurgie des Hepatozellulären Karzinoms (HCC)

 

 

Weltweit ist das HCC der häufigste bösartige Tumor. Risikofaktoren für die Entstehung sind grundsätzlich alle chronischen Lebererkrankungen und somit hauptsächlich alle chronischen Hepatitiserkrankungen (insbesondere Hepatitis B und C) und die Leberzirrhose. Da die chronische Hepatitis in Japan und China endemisch vorkommt, ist die Rate jährlicher Neuerkrankungen deutlich höher als in der westlichen Hemisphäre. In Deutschland ist die alkoholtoxische Leberzirrhose eine der häufigsten Ursachen des HCC. Das Erkrankungsrisiko wird durch das Vorliegen von mehreren Risikofaktoren (Fettleibigkeit, Tabakkonsum und Alkoholabusus) deutlich erhöht. Das Ziel der Therapie bei Patienten mit einem HCC in Leberzirrhose ist zum einen die Entfernung des Tumors und zum anderen die Behandlung der Leberzirrhose als zugrunde liegendem Risikofaktor. Dies kann nur durch eine Lebertransplantation erreicht werden. Diese kann als Transplantation von einem hirntoten Organspender oder als Verwandten-Lebertransplantation (Lebendspende- Lebertransplantation) durchgeführt werden.

Die Leberresektion (Teilentfernung der Leber) stellt ein weiteres therapeutisches Verfahren beim HCC in Zirrhose dar, ist aber aufgrund der eingeschränkten Regenerationsfähigkeit der zirrhotischen Leber das Therapieverfahren zweiter Wahl und geht mit höheren Komplikationsraten einher. Die Leberresektion wird bei Kontraindikationen zur Lebertransplantation (z.B. aktiver Alkohohlabusus, hohes Alter) durchgeführt.

Das HCC kann auch ohne zugrunde liegende Leberzirrhose entstehen. Der Anteil der Patienten mit einem HCC ohne begleitende Leberzirrhose liegt zwischen 30% und 50% in der westlichen Welt. Das HCC ohne Leberzirrhose unterscheidet sich von dem HCC mit begleitender Zirrhose, da das verbleibende Lebergewebe ein hohes Regenerationspotential aufweist und daher unkomplizierte postoperative Heilungsverläufe auch nach großen Leberresektionen erwartet werden können. Die Transplantation kommt bei dieser Erkrankung nur in Ausnahmefällen in Betracht.

Bild: Anzahl der durchgef├╝hrten Operationen pro Jahr wegen eines hepatozellul├Ąren Karzinoms (HCC) in Berlin 1996-2005.

Abbildung_1: Anzahl der durchgeführten Operationen pro Jahr wegen eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) in Berlin 2002-2011.