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Chirurgie des Hepatozellulären Karzinoms

Alternative Behandlungsverfahren

 

 

In situ-Ablationen

 

Neben Transplantation und Resektion besteht die alternative oder zusätzliche Möglichkeit, ein HCC minimal-invasiv lokal zu behandeln. Die Verfahren beruhen auf Erzeugung einer Totalnekrose des Tumors (Tumorzerfall) mittels Wärme (Kryotherapie, Laser-induzierter Thermotherapie, Radiofrequenztherapie), Radioaktivität (Brachytherapie) oder der Einspritzung eines Zellgiftes (Chemotherapeutika, Essigsäure, Alkohohl). In situ-Ablationen bieten den Vorteil einer geringen Invasivität mit vermeintlich wenigen Komplikationen. Sie können auch mehrfach angewendet werden. Die Effektivität dieser Verfahren ist im Gegensatz zur Resektion oder Transplantation allerdings nicht erwiesen. Ab einer Tumorgröße von 4 cm stoßen die meisten dieser Verfahren (Ausnahme Brachytherapie) auf methodische Schwierigkeiten den erforderlichen totalen Tumorzerfall zu erreichen. Daher kommen sie bei einem fortgeschrittenem Tumor, wie dem HCC in nicht zirrhotischer Leber, nicht in Betracht. Indikationen bestehen hauptsächlich bei Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose, falls eine Lebertransplantation nicht in Betracht kommt. Das größte zusätzliche therapeutische Potential birgt derzeit die transarterielle Chemoembolisation (TACE). Ein Vorteil der TACE hinsichtlich des Überlebens ist nicht eindeutig belegt. Allerdings deuten erste Studien darauf hin, dass bei fortgeschrittener Zirrhose und Tumorknoten mit einem Durchmesser von maximal 6 cm die TACE einen Überlebensvorteil im Vergleich zu einer symptomatischen Behandlung bringt. Daher wird diese Methode zunehmend auch bei Patienten mit einem HCC in Zirrhose, die sich auf der Warteliste für eine Lebertransplantation befinden, durchgeführt.

Chemotherapie

 

Zur postoperativen Chemotherapie nach Leberresektion liegen wenige Studien vor, die alle keinen wesentlichen Überlebensvorteil beobachteten. Nach Lebertransplantation konnten bisher vereinzelt höhere Überlebensraten nach einer Kombinationschemotherapie mit 5-FU, Doxorubicin und Cisplatin festgestellt werden. Zudem konnte für das alternative Immunsuppressivum Rapamycin experimentell eine zytotoxische Wirkung belegt werden. In Studien wird derzeit ausgewertet, ob diese potentiell antitumoröse Wirkung bei Patienten nach Lebertransplantation wegen eines HCC zu einem Überlebensvorteil führt.