Leber Chirurgie
Domino-Lebertransplantation
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Definition |
Transplantation der explantierten Leber von Patienten, die an Familärer Amyloidotischer Polyneuropathie (FAP) erkrankt sind. |
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Rationale |
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Indikation |
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Aktueller Stand |
Weltweit mehr als 300 dokumentierte Fälle. |
Familiäre Amyloidotische Polyneuropathie (FAP)
Erstbeschreibung: 1939, Corino de Andrade, portugiesischer Neurologe
Ätiologie:
- Häufigste Form der hereditären Amyloidose
- Autosomal dominanter Gendefekt auf Chromosom 18
- Transthyretin (TTR) - Genmutation
- Häufigste Form: FAP Typ I (endemisch in Portugal), bei der in Position 30 des aberranten Transthyretins die Aminosäure Valin durch Methionin ersetzt ist (TTR Met 30).
- Produktion des aberranten TTR v.a. in der Leber (90-95%), in kleinen Mengen im Plexus choroidei.
- Endemisches Auftreten in Portugal, Schweden, Japan
Pathologie / Klinik:
- Schwere periphere und autonome Polyneuropathie
- Systemische Amyloidablagerungen (aberrantes TTR) in Milz, Nieren, Herz, Nebennieren, Augen und Schilddrüse.
- Krankheitsbeginn im 3.-6. Lebensjahrzehnt
- Krankheitsverlauf bis zum Tod: 10-15 Jahre
Therapie:
- Lebertransplantation
- Mehr als 300 dokumentierte Transplantationen bei FAP (ca. 130 in Portugal)
- 78% 5-Jahres-Überlebensrate nach LTx

