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Intensivmedizin

Unsere Station

 

 

Unsere Station 9i ist eine chirurgisch geführte Intensivstation und gehört zur Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Wir verfügen über zehn Betten, die auf fünf Zwei-Bett-Zimmer verteilt sind. Alle Bettplätze verfügen über ein komplett ausgestattetes, intensivmedizinisches Monitorsystem und die Möglichkeit der künstlichen (maschinellen) Beatmung. Alle Patienten können gegebenenfalls mit einer Nierendialyse behandelt werden. Aufgrund des Klinikschwerpunktes "Lebertransplantation" besteht auch die Möglichkeit einer kurzzeitigen Leberdialyse.

 

Unsere Patienten

Auf unserer Intensivstation werden neben Patienten aus der eigenen Abteilung auch Patienten aus anderen chirurgischen Kliniken behandelt. Das Spektrum erstreckt sich über "geplante" Patienten nach großen Operationen und Notfallpatienten. So werden Patienten nach geplanten Bauch- oder Gefäßchirurgischen Operationen oder nach großen Wirbelsäulen- und Gelenkersatzoperationen nach modernsten intensivmedizinischen Standards überwacht und therapiert.

Zu den Notfallpatienten zählen mehrfachverletzte (polytraumatisierte) Patienten, Patienten mit operationsbedingten (postoperativen) Komplikationen und schwerkranke Patienten aus anderen Krankenhäusern.

Postoperative Komplikationen beschränken sich nicht nur auf Komplikationen, die durch die Operation selbst bedingt sind. Viele unserer Patienten bringen ein breites Spektrum von Vorerkrankungen mit, die sich nach ausgedehnten Operationen akut verschlechtern können (z.B. Herzschwäche, Diabetes mellitus, Verschlechterung einer chronischen Lungenerkrankung), oder es treten akute lebensbedrohliche Erkrankungen auf, die sich im Verlauf des stationären Aufenthaltes entwickeln können (z. B. Lungenembolie, Lungenentzündung etc.) und einer dringenden Intervention bedürfen. Aufgrund unserer intensivmedizinischen Spezialisierung können auch diese Erkrankungen auf unserer Station nach neuesten medizinischen Erkenntnissen behandelt werden.

Unser Team

Die moderne Intensivmedizin erfordert ein hoch spezialisiertes Team von Ärzten und Pflegekräften, das rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche eine gleichbleibend hohe medizinische Versorgungsqualität gewährleistet.

Der leitende Oberarzt unserer Intensivstation ist Facharzt für Chirurgie mit der Zusatzqualifikation für das Gebiet der speziellen Chirurgischen Intensivmedizin. Er verfügt über langjährige chirurgische und intensivmedizinische Erfahrung. Das ihm zugeordnete Ärzteteam ist ausschließlich auf der Intensivstation tätig. Zur Aufrechterhaltung des hohen Qualitätsstandards sind auch nachts zwei intensivmedizinisch ausgebildete Ärzte auf unserer Intensivstation eingesetzt, davon einer als Anwesenheitsdienst, der zweite als Bereitschaftsdienst im Haus. Damit ist rund um die Uhr ein Arzt anwesend.

Unser Pflegepersonal besteht aus voll ausgebildeten Krankenschwestern und Krankenpflegern, von denen viele über eine langjährige Erfahrung in der Intensivpflege verfügen und eine spezielle intensivmedizinische Zusatzqualifikation erworben haben. Um eine optimale Pflege zu gewährleisten ist eine 1:2 Betreuung etabliert (Eine Pflegekraft für zwei Patienten). Dazu kommt eine Pflegekraft aus dem Leitungsteam, die primär administrative Aufgaben erfüllt, jedoch jederzeit am Patient eingesetzt werden kann.

Zur Unterstützung des Teams stehen besonders geschulte Physiotherapeutinnen zur Verfügung, ferner eine Pflegekraft zur medizinischen Dokumentation sowie ein fester Stamm von Reinigungskräften.

Spezialisierung

Ein Behandlungsschwerpunkt ist die "Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung" (abdominelle Sepsis). Die abdominelle Sepsis ist fast ausschließlich ein chirurgisches Krankheitsbild mit einer hohen Sterberate. Bei diesen Patienten muss häufig binnen kürzester Zeit die Indikation zur lebensrettenden operativen Therapie gestellt werden. Aus diesem Grund ist eine enge fachchirurgische Behandlung wichtig. Alle Patienten mit einer "Blutvergiftung" (Sepsis) werden mit modernsten intensivmedizinischen Methoden überwacht und therapiert. Diagnostische und therapeutische Verfahren, wie Lungenspiegelung (Bronchoskopie) und Ultraschall (Sonographie) gehören zur Routinebehandlung. Auch spezielle Verfahren, wie z.B. der Rechtsherzkatheter, ein von außen zeitweise eingelegter Herzschrittmacher oder spezielle Verfahren des Ultraschalls (z. B. Doppler-Sonographie) führen wir auf unserer Intensivstation durch.

Aufgrund unserer chirurgischen Ausbildung können kleinere Eingriffe am Bett durchgeführt werden. Dazu gehören das Legen spezieller Drainagen in die Bauch- oder Brusthöhle unter Ultraschallkontrolle, Spülungen der Bauchhöhle, große Verbandswechsel oder ein Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) bei langzeitbeatmeten Patienten. Das hat den Vorteil, dass die Eingriffe zeitnah und ohne das Risiko eines Transportes in den Operationssaal erfolgen können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die moderne Wundbehandlung, für die unser Pflegepersonal eine besondere Expertise erworben hat. Neben konventionellen Verfahren werden auch neuere, innovative Methoden, wie z.B. die Vakuumversiegelung, durchgeführt.

Einen besonderen Stellenwert hat für uns die Vermeidung von Schmerzen. Die Erfassung der individuellen Schmerzintensität erfolgt durch ein speziell auf die Situation unserer Patienten zugeschnittenes Punktsystem, das eine Steuerung der Schmerztherapie im Sinne eines Individualkonzeptes ermöglicht. Daneben pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit dem speziell ausgebildeten Schmerzdienst der Anästhesie. Dadurch kommen moderne multimodale Verfahren der Schmerztherapie zum Einsatz (Rückenmarksnahe Schmerzkatheter (Peridualkatheter), Patienten-kontrollierte Schmerztherapie (PCA-Pumpe), zentral und peripher wirksame medikamentöse Schmerztherapie).

Um für unsere kritisch kranken Patienten die bestmögliche Behandlung vorzuhalten, ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich. Aus diesem Grund stehen wir im Einzelfall im engen Kontakt mit den Kollegen anderer chirurgischer Disziplinen, der Inneren Medizin, Anästhesie, Neurologie, Infektiologie und Mikrobiologie).

Qualitätskontrolle

Auf einer Intensivstation ist es besonders wichtig, die Qualität der Therapie auf hohem Niveau zu halten. Um auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu bleiben und neue innovative Behandlungsmethoden einsetzen zu können, nehmen Ärzte und Pflegepersonal regelmäßig an speziellen nationalen und internationalen Kongressen und Fortbildungen teil. Außerdem sind sie auch aktiv in den entsprechenden Fachgesellschaften vertreten.

Wichtig ist, dass bestehende Behandlungsmethoden und mögliche Neuerungen zeitnah an alle Mitarbeiter weitergegeben werden. Neue Mitarbeiter werden anhand eines standardisierten Einarbeitungskatologes geschult und unter enger Supervision schrittweise in die speziellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren eingeführt. Viele unserer Therapiemaßnahmen sind gemäß internationaler Leitlinien standardisiert.

In regelmäßigen gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen wird für einen gleichbleibenden Wissensstand aller Mitarbeiter Sorge getragen. Zur Qualitätssicherung werden in regelmäßigen Konferenzen besonders kritische Fälle im Team besprochen. Dabei werden auch Defizite und Fehler offen und konstruktiv diskutiert und Maßnahmen zur Vermeidung festgelegt. Daneben gibt es regelmäßige Stationsbesprechungen, in der alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben Kritik zu üben und mögliche Verbesserungen vorzuschlagen.

Besondere Situation "Intensivstation"

Patienten, die auf einer Intensivstation liegen, sind einer besonders großen Belastung ausgesetzt. Wir versuchen deshalb unseren Patienten den Aufenthalt auf unserer Station so angenehm wie möglich zu gestalten und den Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Dies ist nur dadurch möglich, dass auf die individuellen Wünsche, Ängste und Eigenheiten des einzelnen Patienten eingegangen wird. Dazu gehören auch Transparenz und eine möglichst umfassende Aufklärung des Patienten über den Verlauf seiner Erkrankung, wenn er dies wünscht. Außerdem wird er verständlich über eventuell notwendige Eingriffe und mögliche Perspektiven informiert.

Auch für die Angehörigen ist diese Situation sehr belastend. Aus diesem Grund versuchen wir, die Angehörigen in den Behandlungsprozess einzubeziehen. Gerade wenn der Patient selbst durch seine Erkrankung vorübergehend nicht kommunikationsfähig ist, gewinnt der enge Kontakt zwischen Behandlungsteam und Angehörigen eine besondere Bedeutung. Deshalb ist es für Sie nahezu jederzeit möglich Auskunft über den Zustand Ihres erkrankten Familienangehörigen durch einen kompetenten Arzt zu bekommen.