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Akute Gefäßverschlüsse

Operationstechnik

 

 

Therapie der Wahl bei akutem Verschluss einer Extremitätenarterie ist die Entfernung des Embolus in der Regel durch eine Operation in Vollnarkose, wobei der Embolus mit Hilfe eines speziellen Katheters aus dem Gefäß entfernt wird (Embolektomie bzw. Thrombektomie). Ist eine Operation des Patienten nicht möglich, kann versucht werden, das Blutgerinnsel mit Hilfe von Medikamenten (Lyse) aufzulösen. In Einzelfällen kann akut ein Bypass zur Überbrückung des Gefäßverschlusses angelegt werden. Ist die Extremität länger als 6 Stunden nicht durchblutet, kann mitunter nur noch die Amputation möglich sein.

Bei akuten Verschlüssen von Eingeweidearterien ist das oberste Ziel die Abwendung der akuten Lebensgefahr durch die möglichst rasche Wiederherstellung der Organdurchblutung. Dies ist in der Regel nur durch eine Operation möglich. Sofern das mangeldurchblutete Organ (meist der Dünndarm) noch vital ist, wird versucht, das versorgende Gefäß wiederzueröffnen (Embolektomie). Oft ist aber der Dünndarm bereits schwer geschädigt, und es bleibt nur die Möglichkeit, die abgestorbenen Abschnitte zu entfernen. Hierbei wird mitunter die Anlage eines künstlichen Darmausganges notwendig. Da es sich häufig um schwerkranke Patienten handelt, sind die Aussichten der Therapie leider als ungünstig zu bezeichnen. So versterben trotz rascher Therapie unglücklicherweise immer noch etwa die Hälfte aller Patienten, die einen akuten Eingeweidearterienverschluss erleiden.