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Chirurgie der hirnversorgenden Gefäße

Operationstechnik

 

 

Operationen an den hirnversorgenden Gefäßen werden in Allgemeinnarkose durchgeführt. Nach der Operation werden die Patienten über Nacht auf der Intensivstation überwacht.

Bereits ab dem 1. postoperativen Tag erhalten die Patienten Medikamente, die das Verkleben der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und damit das Wiederauftreten einer Verengung verhindern. Ein typisches Medikament ist ASS (Aspirin), das in einer täglichen Dosierung von 100 mg verabreicht wird und lebenslang eingenommen werden sollte. Wird bei der Operation ein künstliches Gefäß eingenäht, kann eine stärkere Blutverdünnung (z.B. mit Marcumar) notwendig werden.

Am 2. postoperativen Tag wird die bei der Operation eingelegte Wundsekretdrainage entfernt, und es erfolgt eine Ultraschallkontrolle der Halsgefäße.

Bei unauffälligem postoperativen Verlauf kann der Patient ab dem 4. postoperativen Tag das Krankenhaus wieder verlassen.

Arteria carotis

Das Standardbehandlungsprinzip für Verengungen der A. carotis interna besteht in der Ausschälplastik. Hierbei wird der verkalkte Plaque aus der Gefäßwand ausgeschält und das Gefäß danach entweder direkt oder mittels Einnähung eines Kunststoff-Flickens (Patch) wieder verschlossen. Bei ausgeprägter Schlängelung und Abknickung (Kinking) der A. carotis wird ggf. ein kurzes Stück des Gefäßes entfernt und die Gefäßenden mit Hilfe einer Naht wieder miteinander verbunden.

 

Bild: Carotisulkus (ausgeschälter Plaque).

Abbildung 1: Carotisulkus (ausgehöhlter Plaque).

Bild: Knickstenose (Kinking) der A. carotis interna; Bilder a + b: Knickstenose, Bild c: Streckung der A. carotis interna

Abbildung 2: Knickstenose (Kinking) der A. carotis interna; Bilder a + b: Knickstenose, Bild c: Streckung der A. carotis interna.

 

Endovaskuläres Verfahren

Die Beseitigung einer Verengung der Halsschlagader ohne konventionelle Operation, durch Aufdehnen des Gefäßes (über eine Punktion der Leiste unter örtlicher Betäubung) und Einlage eines Drahtgeflechtes (Stent) zum Offenhalten des Gefäßes, wird bereits in vielen Zentren durchgeführt. Der langfristige Erfolg dieses Verfahrens ist bislang aber nur unzureichend untersucht, so dass es nur im Einzelfall (z.B. bei Patienten, bei denen nach einer Operation der Halsgefäße erneut eine Verengung aufgetreten ist) empfohlen werden kann.

Arteria vertebralis

Verengungen der Arteria vertebralis treten typischerweise am Abgang des Gefäßes aus der A. subclavia auf. Hier ist eine Ausschälung der Arterie nicht möglich. Um die Verengung zu beseitigen, wird die A. vetrebralis am Abgang abgesetzt und schräg auf die Arteria carotis umgesetzt (Transposition).

 

Arteria subclavia

Kurzstreckige Verengungen können oft interventionell (über eine Punktion der Leiste unter örtlicher Betäubung) aufgedehnt und mit einem Stent versorgt werden (endovaskuläres Vorgehen).  Bei Subclavia-Anzapf-Syndrom wird die Arteria subclavia auf die Arteria carotis umgesetzt (Transposition). In Einzelfällen kommen Bypässe (künstliche Gefäße) zum Einsatz.