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Chirurgie der Bauchschlagader

Operationstechnik

 

 

Eingriffe an der Hauptschlagader werden in Allgemeinnarkose durchgeführt. Nach der Operation werden die Patienten mindestens eine Nacht auf der Intensivstation überwacht. Bereits ab dem 1. postoperativen Tag erhalten die Patienten Medikamente, die das Verkleben der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und damit das Wiederauftreten einer Verengung verhindern. Ein typisches Medikament ist ASS (Aspirin), das in einer täglichen Dosierung von 100 mg verabreicht wird und lebenslang eingenommen werden sollte. Eine stärkere Blutverdünnung (z.B. mit Marcumar) ist nur in Einzelfällen notwendig.

Aortenaneurysma

Grundsätzlich können zwei Methoden zur Behandlung der Bauchschlagadererweiterung angeboten werden:

 

Offene Operation

Bei der Entfernung (Resektion) der erkrankten Aorta wird über einen Bauchschnitt die Bauchschlagader freigelegt und der erweiterte Gefäßabschnitt entfernt. Die Rekonstruktion des Gefäßes erfolgt in der Regel über ein Y-förmiges Kunststoffgefäß (aus Dacron), welches am oberen Ende mit der Hauptschlagader und am unteren Ende entweder an beide Beckenarterien oder an beide Oberschenkelarterien angenäht wird.

 

Endovaskuläre Technik

Über eine Punktion in beiden Leisten wird ein ummanteltes Drahtgeflecht (Stent) durch die Schlagader bis in die erweiterte Bauchschlagader eingebracht. Der Stent wird oberhalb der Erweiterung verankert, so dass das Blut nur noch durch den Stent fließen kann und die erweiterte Bauchschlagader somit selber nicht mehr durchströmt wird. Diese Behandlung ist grundsätzlich bei den Erweiterungen möglich, bei denen keine Gefahr besteht, dass durch den in die Bauchschlagader platzierten Stent andere wichtige Gefäße, die aus der Bauchschlagader entspringen (z.B. Nierenarterien), verschlossen werden könnten. Somit eignet sich dieses Verfahren vor allem für Erweiterungen die unterhalb der Nierenarterien beginnen und sich nur bis in den oberen Anteil der Beckenarterien erstrecken.

Verengung der Aorta

In der Regel wird ein Bypass zur Überbrückung des verengten Abschnittes angelegt. In Einzelfällen kann auch eine endovaskuläre Behandlung mit Aufdehnung und Stenteinlage erfolgen.

 

Bypass

Bei der Bypassanlage wird über einen Bauchschnitt die Bauchschlagader oberhalb und unterhalb der Verengung freigelegt. Die Bypassanlage mit einem künstlichen Gefäß erfolgt in der Regel mit einem Y-förmigen Kunststoffgefäß (aus Dacron), welches am oberen Ende mit der Hauptschlagader und am unteren Ende entweder an beide Beckenarterien oder an beide Oberschenkelarterien angenäht wird.