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Gefäß-Chirurgie

Chirurgie der Bauchschlagader

 

 

In unserer Klinik werden jährlich rund 80 Operationen an der Aorta durchgeführt.

Operationen an der Bauchschlagader werden entweder bei Erweiterung (Aneurysma) oder Verengung (Stenose) notwendig.

Von einer Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) spricht man bei einem Durchmesser von mehr 3 cm, während der Gefäßdurchmesser der Aorta im Bauchraum normalerweise etwa 2 cm beträgt. Die Erweiterung der Bauchschlagader tritt meist unterhalb der Nierenarterien auf und endet vor der Aufteilung der Aorta in die beiden Beckenarterien.

Von der Erweiterung der Bauchschlagader sind meistens Männer über 50 Jahre und Frauen über 60 Jahre betroffen. Unabhängige Risikofaktoren für die Entwicklung eines Aortenaneurysmas sind familiäre Häufung, Rauchen, Bluthochdruck, Arteriosklerose (z.B. Herzkranzgefäße oder Beinarterien) und erhöhter Blutfettgehalt.

In den meisten Fällen macht die Erweiterung der Bauchschlagader keine typischen Beschwerden und wird oft zufällig im Rahmen einer körperlichen Routineuntersuchung oder einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Schätzungen zufolge gibt es in der Bundesrepublik mehrere hunderttausend Patienten, die unerkannt an einer Erweiterung der Hauptschlagader leiden. Selten wird ein Pulsschlag im Bauch empfunden oder ein pulsierender Tumor im Bauch beschrieben. Akute Beschwerden mit Rückenschmerz, Bauchschmerz bis hin zur Schocksymptomatik treten meist erst mit Eintreten einer Blutung aus der Erweiterung auf. Eine derartige Ruptur ist ein lebensbedrohliches Ereignis und stellt die zehnhäufigste Todesursache bei Männern über 55 Jahren dar. Dabei sterben ca. 30-50% dieser Patienten bereits vor Eintreffen im Krankenhaus. Im Gegensatz dazu ist die Sterblichkeit bei geplanter Operation eines Aortenaeurysmas gering und liegt unter 5%. Daher nimmt die geplante Operation bei der Erweiterung der Bauchschlagader im Sinne der Vorbeugung der Blutung einen besonderen Stellenwert ein und stellt eine häufige Gefäßoperationen dar.

Von einer Verengung der Hauptschlagader spricht man, wenn das Lumen um mehr als 50% eingeengt ist. Auch hier sind Männer häufiger betroffen als Frauen und die Risikofaktoren sind dieselben wie für dien Entwicklung eines Aortenaneurysmas. Man ist heute der Auffassung, dass die Verengung und die Erweiterung der Hauptschlagader nur zwei verschiedene Ausprägungen der gleichen zugrunde liegenden Erkrankung, der Arteriosklerose, sind.

Bei der Verengung der Bauchschlagader stehen vor allem belastungsabhängige Schmerzen in den Oberschenkeln und im Gesäß im Vordergrund, die den Patienten nach unterschiedlich langer Gehstrecke zum Anhalten zwingen (sog. Schaufensterkrankheit). Nach einer kurzen Ruhepause verschwinden die Schmerzen wieder und der Patient kann weiterlaufen. Potenzstörungen, Harnverhalt und zunehmende Schwierigkeiten den Stuhlgang zu halten (Inkontinenz), können ebenfalls auf eine Verengung der Hauptschlagader hinweisen.