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Chirurgie des Dickdarms / SOP

Standard Operating Procedure (SOP) -
Rektum OP-Vorbereitung

 

 

Präoperative Vorbereitung

(falls noch nicht auswärts geschehen)

 

Anamnese und rektal digitale Untersuchung:

Die meisten Karzinome sind digital palpabel

Rektoskopie und Koloskopie:

Grad der Stenose, histologische Sicherung, Lokalisation mit Höhenangabe, Vorliegen von Zweitkarzinomen.

Endosonographie:

Eindringtiefe und Selektionierung der Patienten für eine präoperative Therapie

MRT oder CT Abdomen:

Eindringtiefe, Beurteilung der Leber bezüglich Metastasen und Selektionierung der Patienten für eine präoperative Therapie

 

Standard OP-Vorbereitung

Diagnostik:

  • Blutentnahme: (Blutbild, Krea, HST, Gerinnungswerte, Tumormarker).
  • 4 Erythrozytenkonzentrate und 4 Frischplasmatransfusionen auf Abruf bereithalten.
  • Rö-Thorax, falls Patient über 60 Jahre oder wenn anamnestisch Lungen- oder Herzerkrankungen vorhanden.
  • EKG, ggf. kardiologisches Konsil bei Auffälligkeiten oder bekannter Herzerkrankung.
  • Sichtung des Patienten durch Facharzt (Stationsarzt bzw. Oberarzt) mit Durchführung der OP-Aufklärung.
  • Prämedikation und Narkoseaufklärung durch Anästhesisten.

 

Pflegerische Vorbereitung am Tag vor der Operation:

  • Rasur von Mamillen bis Symphyse sowie Leisten und perianal.
  • Nabelreinigung.
  • Anzeichnen der Austrittsstelle des möglichen Anus praeters durch Stationsarzt oder Stomaschwester.
  • Orthograde Darmreinigung mit 6 Litern hyperosmolarer Lösung.
  • Nahrungskarenz und Rauchverbot ab 22:00 Uhr.
  • 0,3 ml niedermolekulares Heparin s.c..

 

Perioperative Versorgung

(Durch Anästhesisten)

  • Anlage eines PDK (Periduralkatheter) zur Schmerztherapie.
  • Zentraler Venenketheter.
  • Anlage eines Blasenkatheters.
  • Single-Shot Antibiotika Zinacef und Clont.

 

Postoperative Versorgung

  • Intensivstation für 24 Stunden.
  • Magensonde am OP-Tag entfernen.
  • Antikoagulation mit niedermolekularem Heparin am OP-Tag abends, danach täglich.
  • Infusion nach Schema:

    • Schema I: Am OP-Tag und ersten post-OP Tag
      OPG 2000 ml mit Zugabe von 1 Amp. Mg, 1 Amp. Cernevit, 1 Amp. Tracutil
    • Schema II: Am zweiten post-OP Tag
      Clinomel 2,2% 2000 ml mit Zugabe von 1 Amp. Cernevit, 1 Amp. Tracutil + Jonosteril 500 ml.
    • Schema III: Nutriflex lipid spez. 1875 ml mit Zugabe von 1 Amp. Cernevit, 1 Amp. Tracutil + Jonosteril 500 ml.

  • Frühzeitiger Kostaufbau -
    Bei Anus praeter 6 Stunden postoperativ;
    Bei Anastomose am ersten post-OP Tag schluckweise Tee,
    ab dem zweiten post-OP Tag schrittweiser Kostaufbau.
  • Frühe Mobilisierung
    (Am 1. post-OP Tag in den Sessel, danach sukzessive weitere Mobilisierung).
  • Urinableitung bei tiefen Anastomosen durch Cystofix, bei höheren Anastomosen durch Cystofix oder durch Dauerkatheter, der min. 5 Tage belassen werden muß.
  • Erster Verbandswechsel am 2. post-OP Tag, bei trockener Wunde kein weiterer Verband.
  • Klammerentfernung am 10. - 12. post-OP Tag.
  • Blutentnahmen am 1. post-OP Tag (Blutbild, Krea, HST, E-Lyte), danach individuell unterschiedlich bei Auffälligkeiten.
  • Röntgen-Kontrastdarstellung der Anastomose bei anteriorer Rektumresektion am
    5. post-OP Tag und Entfernung des transanalen Drains bei unauffälligem Befund.
  • Entfernung der perinealen Redon-Drainagen am 5. post-OP Tag.
  • Entlassung nach Hause ab dem 7. post-OP Tag mit individueller Verlängerung.