Chirurgie des Dickdarms
Forschung und Studien
In Kooperation mit der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie (Charité, Campus Virchow-Klinikum, Direktor: Prof. Dr. med. B. Wiedenmann), der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie (Charite, Campus Virchow–Klinikum, Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. B. Dörken) und der Klinik für Chirurgie und Chirurgische Onkologie (Charité, Campus Buch, Direktor: Prof. Dr. P.M. Schlag) werden folgende Studien durchgeführt:
Prospektive randomisierte Vergleichsstudie zur präoperativen Kurzzeit-Radiotherapie versus Langzeitradiochemotherapie beim uT2-3 Rektumkarzinom
Nach heutigem Kenntnisstand kann das Langzeitergebnis der Operation beim Rektumkarzinom durch eine Vorbestrahlung, gegebenenfalls in Kombination mit einer Chemotherapie, verbessert werden. Es ist derzeit unklar, inwieweit eine kurzfristige Vorbestrahlung (über eine Woche) vor der Operation zu gleich günstigen Ergebnissen führt wie eine längerfristige Vorbestrahlung (5 1/2 Wochen) in Kombination mit einer Chemotherapie.
Der Behandlungsablauf gestaltet sich je nach Behandlungsarm folgendermaßen:
- Therapiearm Kurzzeitvorbestrahlung
Die Therapie in diesem Therapiearm setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen:
- Bestrahlung vor der Operation (5x5 Gray).
- Operation (diese erfolgt 3-5 Tage nach Abschluss der Kurzzeitbestrahlung).
- adjuvante Chemotherapie nach erfolgter Operation (Chemotherapie über 12 Wochen mit 5-Fluorouracil).
- Therapiearm Langzeit-Radiochemotherapie
Die Therapie in diesem Therapiearm setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen:
- kombinierte Radiochemotherapie vor der Operation (über 51/2 Wochen einmal täglich eine Bestrahlung mit 1,8 Gray + kontinuierliche Chemotherapie mit 5-Fluorouracil).
- Operation (nach einer Pause von 4-6 Wochen).
- adjuvante Chemotherapie nach erfolgter Operation (Chemotherapie über 12 Wochen mit 5-Fluorouracil).
AVANT-Studie
An der weltweit durchgeführten AVANT-Studie (308 Zentren in 33 Ländern) nehmen Patienten mit Dickdarmkrebs im Stadium II und Stadium III teil, die nach dem Zufallsprinzip einer der drei Behandlungsgruppen zugeteilt werden.
- Gruppe A: FOLFOX-4 (Infusion/Bolus 5-FU/LV + Oxaliplatin),
- Gruppe B: FOLFOX-4 plus Avastin und
- Gruppe C: XELOX (Capecitabin + Oxaliplatin) plus Avastin.
Ziel der AVANT-Studie ist die Beurteilung, ob die Zugabe von Avastin zu den Chemotherapien FOLFOX-4 oder XELOX das krankheitsfreie Überleben verlängern (d.h. ein erneutes Auftreten des Krebses verhindern) kann. Untersucht werden Patienten, die nach einer Operation mit Heilungsabsicht kein sichtbares Tumorgewebe mehr aufwiesen. Des weiteren soll das Sicherheitsprofil von Avastin bei einer Verwendung in Kombination mit FOLFOX-4 oder XELOX zur Begleittherapie ermittelt werden.
Metastasiertes kolorektales Karzinom - Palliative Erstlinientherapie
PTKZK 787 (oraler Angiogenesehemmer, inhibiert Thyrosinkinase des VEGFR) in Kombination mit Chemotherapie FOLFIRI bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom.

